Menü
Header-Image

Chronik des Clubs „CRANA“

Eine Gruppe von Idealisten hat den Kegelclub „Crana“, heute der älteste Kegelclub Kronachs, nach dem 1. Weltkrieg in schwierigster Zeit gegründet. So fanden sich am 24. September 1926 im ehemaligen Kronacher Vereinshaus Josef Link, Andreas Simon und weitere elf Gleichgesinnte zusammen. Ihr Ziel war es, Leibesertüchtigung in Gesellschaft zu pflegen. Entsprechend diesem Wunsch wurde am selben Tag ein Sportkegelclub aus der Taufe gehoben. Man gab ihm den Namen „Crana“, in Anlehnung an die frühere Bezeichnung der Heimatstadt Kronach. Als Patenclub fungierte der CKC 1910 Coburg, der durch die Kegelbrüder Herrmann Forkel und Willi Schulz vertreten war.

Bereits 1927 konnten die ersten Erfolge verbucht werden; in der Mannschaftswertung wurde man Gaumeister und holte sich die Bayrische Meisterschaft. In diesem Jahr erfolgte für das von Frau Anna Magold erbaute Keglerheim die Einweihung. Dieses war bis zum Jahre 1990 die Heimat des SKC Crana Kronach.

1939 wurde das Kegeln durch die Kriegsereignisse unterbrochen. Die Auflösung jeglichen Vereinslebens im Jahre 1945 durch die Militärregierung stellte die Mitglieder des „SKC Crana“ vor eine große Bewährungsprobe. Sie betrachteten ihren Kegelclub als weiter bestehend und hielten die Verbindung untereinander aufrecht. Der Initiative des Gründungsmitglieds Josef Link ist es zu verdanken, dass am 15. November 1949 das Kegeln wieder aufgenommen wurde.

Am 15. März 1959 gründete man in der „Magolds-Kegelbahn“ aus den Clubs Crana, Rosenberg, Gut Holz Kronach und Gut Holz Tettau den Verein Kronacher Sportkegler und Umgebung. 1963 nahm der heute inzwischen verstorbene Ehrenvorsitzende Hans Pfadenhauer das Ruder des „SKC Crana“ in die Hände. In seiner 12-jährigen Amtszeit führte er den Club vorbildlich und setzte neue Akzente für die Zukunft. Mit viel Engagement organisierte er drei große Jubiläumsveranstaltungen hervorragend und machte somit den „SKC Crana“ in ganz Oberfranken bekannt. Ihm war es zu verdanken, dass die Brauerei Leiner im Jahre 1965 die alte Magolds-Kegelbahn renovieren und erstmals zwei Vollmer-Automaten installieren ließ.

Mit der Wahl von Erwin Dannreuther zum 1. Vorsitzenden am 14. Januar 1975 wurden die Weichen für eine sportliche Weiterentwicklung gestellt. Bis Januar 1996 (21 Jahre!) übte er diesen Posten mit Leib und Seele aus. Unter seiner Führung vergrößerte sich die Mitgliederzahl auf ca. 50, so dass erstmals 5 Mannschaften am Punktspielbetrieb teilnahmen. Durch seinen Elan hat er wesentlich dazu beigetragen, dass die erste Mannschaft von der damaligen Kreisliga A-Frankenwald in die Bezirksliga Oberfranken aufgestiegen ist. Mit der zweiten, dritten und vierten Mannschaft wurden die drei Kreisklassen besetzt.

Das Jahr 1990 stellte einen weiteren Meilenstein in der Geschichte des „SKC Crana“ dar. Nach 63 Jahren Sportkegeln in der Magolds-Kegelbahn zog man im September 1990 in die neugebaute Vierbahnenanlage auf dem Grundstück der Frischen Quelle um. Die erste Mannschaft schaffte gleich in der darauffolgendenSpielserie 90/91 die Meisterschaft und stieg in die Bezirksliga A-Ost auf.

Durch gezielte Verstärkungen im Jahr 1993 war es möglich, die Mannschaft noch ausgeglichener zu besetzen. In der Saison 1994/95 demonstrierte diese ihre Klasse und schaffte mit 4 Punkten Vorsprung und knapp 1000 mehr geschobenen Holz als der Zweite den Aufstieg zur Bezirksliga Oberfranken. Dort etablierte sich das Team im ersten Jahr der Zugehörigkeit und landete auf dem guten 5. Tabellenplatz.

Bei den Vorstandswahlen im Januar 1996 entsprach man dem Wunsch des Vorsitzenden Erwin Dannreuther– „21 Jahre sind genug. Es mögen in Zukunft doch junge Leute die Leitung der Crana übernehmen“ – und wählte Horst Wich - mit einer verjüngten Führungsmannschaft - zum 1. Vorsitzenden. Einen Start nach Maß hatte die neue Führungscrew, denn der 1. Mannschaft gelang im zweiten Jahr der Zugehörigkeit zur Bezirksliga Oberfranken – für viele völlig überraschend – die Meisterschaft und damit verbunden der Aufstieg in die Regionalliga Oberfranken/Unterfranken. In dieser Spielklasse kegelte die Crana 5 Jahre ehe sie – bedingt durch die Abgänge einiger Leistungsträger – den Weg zurück nach unten antreten musste.